Show: Metatheorie Das Thema

Denkimpulse für Berater und Führungskräfte

Das Thema: Ohne Gefühle läuft nichts!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 7/10

Einer der wirkmächtigsten Mythen unserer Kultur ist, dass Verhalten und Entscheidungen durch Rationalität und Denken kalkuliert und gesteuert werden. Dabei kann jeder schon am eigenen Leib spüren, dass das Unsinn ist. Weil das so einfach zu wissen ist, kommt keine Beratung, die etwas auf sich hält, – egal ob Coaching, Team- oder Organisationsberatung – ohne Kompetenz im Umgang mit Gefühlen aus.

Das Thema: Paradox der zwei Auftraggeber

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 6/10

Wer als Coach, Teamentwickler oder Organisationsberater beauftragt wird, hat grundsätzlich zwei Auftraggeber bei einem Kunden. Was ist mit dieser zunächst merkwürdigen Aussage gemeint? Es gibt immer das Teil-System beim/im Kunden, das den Status quo als Problem erlebt und ihn deshalb verändern möchte. Dieser (unzufriedene) Teil sucht Beratung. Dann gibt es immer auch das Teil-System, das den vorhandenen Zustand herstellt und aufrechterhält. Dieser Teil wird "zwangsberaten", da er selbst kein Interesse an Veränderung hat. Wie geht man damit um?

Das Thema: Wenn Veränderung nicht attraktiv ist…

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 5/10

Damit Menschen, Teams und Organisationen sich ändern, müssen sie lernen. Es ist gängige Meinung, dass Lernen etwas Gutes, Wichtiges oder Notwendiges ist. Und wenn das mal nicht so klappt, kann man Beratung und Coaching zu Hilfe nehmen. Da man nun feststellen kann, dass Veränderung der Öfteren nicht attraktiv ist, braucht Beratungstheorie eine Erklärung, wie es dazu kommt. Die gängigen und wenig hilfreichen Buzzwords dazu sind Widerstand, Uneinsichtigkeit, Borniertheit etc. Alles Konzepte, die eine negative Motivation voraussetzen. Das aber ist unwahrscheinlich, da die meisten Menschen, Teams und Organisationen am (Über-)Leben interessiert sind und daher zuallermeist das tun, was sie für gut für sich halten.

Das Thema: Was Du mir tust, nutze ich für Dich!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 4/10

Wie kommt der Berater zu den wesentlichen Informationen, die er braucht, um den Kunden gekonnt zu beraten? Dies läuft ganz wesentlich über seine Resonanz auf das, was der Kunde tut und wie er etwas sagt, welche Atmosphäre er erzeugt, wie der das Kennenlernen und die Auftragsgestaltung gestaltet u.ä. Das "Wie", nicht das "Was" ist entscheidend, um wirklich zu verstehen, wie der Kunde die unerwünschten Verhältnisse erzeugt, unter denen er (auch) leidet.

Das Thema: Seh ich was, was Du nicht siehst?

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 3/10

Menschen wie Teams wie Organisationen verändern sich – unter anderem – durch ein andere Aufmerksamkeitsfokussierung. Entscheidend ist, worüber wer wann wo mit wem spricht. Worüber gesprochen werden kann, hängt davon ab, welche Wahrnehmungen in die Organisation eingespeist werden. Daraus folgt: Nur wer sieht, dass er nicht sieht, was er (bislang) nicht sieht, fängt an sich zu verändern. Und zwar deshalb, weil Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich wird. Das gilt für Organisationen wie für Teams wie für Personen. Berater brauchen dazu die Fähigkeit, Kunden in ihren Wahrnehmungen zu verunsichern und die Unsicherheiten, die dadurch entstehen, kontaktvoll zu gestalten. Oft wird eher versucht die Selbstverständlichkeiten des Kunden durch eigene, vermeintlich bessere expertengebundene Selbstverständlichkeiten austauschen zu wollen. Wer als Berater weiß, wie es richtig sein muss, der ersetzt (schlechtestenfalls) die blinden Flecken der Kunden durch die eigene Blindheit. Das geht auch anders.

Das Thema: Eins, zwei oder drei? Relevante Unterschiede im Verständnis von Beratung!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 2/10

Diesmal geht es um unterschiedliches Verständnis von Beratung. Sieht der Berater ausschließlich den Kunden, dem er mit seiner Expertise helfen kann? Dann optiert er für die „Eins". Beobachtet der Berater den Kunden und sich selbst, dann reflektiert er wie der Kunde auf das beraterische Wirken reagiert und wie er selbst auf den Kunden in Resonanz geht. Damit wählt der die "Zwei“. Versteht er Beratung als ein Beratungssystem, das vom Kunden wie von ihm selbst getragen wird, dann wird Beratung zu einem gemeinsamen Tanz, der eine eigenständige Logik und eigene Muster ausbildet. In dem Fall landet man bei der „Drei“. Welche Folgen diese Wahl jeweils für Chancen und Gefahren von Beratung birgt, davon handelt diese 2. Folge unserer Reihe.

Das Thema: Beratung darf keine Zielversprechen machen!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 1/10

Es hatte seinen guten Grund, warum selbst in der Medizin der eherne Grundsatz galt: „Nicht der Arzt, sondern die Natur heilt!“. Daher gilt für Ärzte und Heilberufe ein Werbeverbot, auch wenn das lange schon umgangen wird. Berater – egal ob Coaches, Teamentwickler oder Organisationsberater – haben sich der Einsicht, dass niemand seine Klienten verändern kann, in vielen Fällen gleich erst gar nicht angeschlossen. So werden Lösungen und Verbesserungen aller Art versprochen: Von besserer Kultur und zu besserem Führungsverhalten hin zu besserer Kommunikation, besserem Spirit, besserer Motivation und in Summe hin zum gewünschten Erfolg. In der Welt der Versprechungen und des Marketing werden solche Aussagen von den Kunden selbstverständlich gern genommen und für wahr und seriös gehalten. Aber ist das theoretisch und praktisch haltbar? Ich meine nein. Im Gegenteil halte ich dies in einer Vielzahl der Fälle eher für schädlich. Der Podcast liefert dafür einige der wichtigsten Argumente.

Das Thema: 10 Tipps, um ganz sicher zu stagnieren!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie verändern sich Menschen? Teil 10/10

Der abschließende Teil unseres Podcasts zu Aspekten menschlicher Veränderung kann auch wie eine kleine Zusammenfassung verstanden werden. Der grundlegende Gedanke aller Podcasts war ja, dass Veränderung nicht erzeugt, sondern zugelassen werden muss. Stabilität liegt für lebende, psychische und soziale Systeme nie vor, sondern muss immer über Aktivitäten erhalten und erzeugt werden. So wie beim Fahrradfahren: Dynamik schafft Stabilität. Nun ist es für das Verständnis psychischer Dynamik ausgesprochen bedeutsam, Stabilität von Stagnation zu unterscheiden, denn Stabilität kann die Form der Stagnation annehmen!

Das Thema: Ist man je fertig als Mensch?

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie verändern sich Menschen? Teil 9/10

Wer über Veränderung nachdenkt, der muss nicht nur darüber nachdenken, wie sie in Gang kommt, sondern auch, wie sie ein Ende findet. Endet sie überhaupt? Warum machen die einen nie und die anderen endlos Coaching, Fortbildung Therapie und Selbsterfahrung? Gilt es, lebenslang zu lernen oder darf man mal zufrieden mit dem Erreichten sein? Kann es auch schaden, wenn man sich verändern will oder immer weiter lernt? Ist man je fertig? Oder ist die Frage Unsinn? Dazu finden Sie hier ein paar recht grundsätzliche Überlegungen.

Das Thema: Ich kann, ich darf, ich will, ich werde

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie verändern sich Menschen? Teil 8/10

Vorsatz, Wille, Handlung – dieser Drei-Schritt prägt immer noch in weiten Teilen unsere Kultur. Wer etwas an sich ändern will, muss sich erstens etwas vornehmen, dann zweitens es wirklich wollen und es drittens tun. Und wer das nicht schafft, gilt leicht als faul, als Versager, als undiszipliniert, als willens- oder umsetzungsschwach. Die meisten Menschen nehmen es sich selbst übel, wenn sie ihre Vorsätze nicht einhalten oder schnell wieder aufgeben. Sie geraten in Selbstvorwürfe und damit in destruktive und stagnative Prozesse. ? Dieser 8. Teil meiner Serie erläutert, wieso diese Handlungstheorie viel zu undifferenziert und in vielen Fällen ungünstig und schädlich ist. Wer sich ändern will, braucht mehr als kognitive Einsicht, Entschlossenheit und Tatkraft. Wenn es denn nur so einfach wäre…! Was also braucht es, damit echte Veränderung möglich wird?