Show: Metatheorie Das Thema

Denkimpulse für Berater und Führungskräfte

Das Thema: Veränderung benötigt pathische Kompentenz

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie verändern sich Organisationen Teil 1/10

In der neu startenden Reihe mit Ausführungen zur Frage, wie Organisationen sich (nicht) verändern, dreht sich die erste Folge um den etwas ungewöhnlichen Begriff der pathischen Kompetenz – einer bislang wenig diskutierten Form von Resonanz der Mitarbeiter und Teams auf Changevorhaben. Diese Fähigkeit besteht darin, mit dem umzugehen, was sich nicht dem eigenen Willen fügt. Dazu braucht es auf Seiten der Mitglieder der Organisation ein emotionales Wissen, wie man sich von Ideen, Idealen, Liebgewonnenem oder Überzeugungen löst, wie man mit guten Gefühlen nachgibt und wie anderen Einfluss gewährt.

Das Thema: Über die Lust am Entscheiden und die Leichtigkeit der Wahl

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 10/10

An was kann man Beratungserfolg festmachen, wenn man sich von problematischen Vorstellungen wie seelischer Gesundheit, High-Performance-Teams-Faktoren oder Best-Practice-Konzepten für Organisationen distanziert oder sie ganz aufgibt? Wenn es das (eine) richtige, glückende Leben, wenn es die (eine) richtige Form der Zusammenarbeit, wenn es die (eine) richtige Form ein Unternehmen zu organisieren nicht gibt, weil all diese Fragen ohne Kontext (was, wer, wo, wie, wann, warum) nicht zu beantworten sind – was bleibt dann an allgemeinerOrientierung für Beratung von Menschen, Teams und Organisationen, die sich verändern wollen oder müssen?

Das Thema: Beratung muss verunsichern

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer Wie funktioniert Beratung Teil 9/10

Beratung, die nicht Symptome kuriert oder die Stabilisierung optimiert, kombiniert eine Theorie der Unsicherheit mit einer Praxis der Verunsicherung. Sie ist auf diese Weise im Kern immer imaginativ, bringt neue, andere Möglichkeiten ins Spiel! Unsicherheitskompetenz wird somit ein Kernmerkmal professioneller Veränderungsberatung. Dazu braucht es ein gehöriges Maß an Unerschütterlichkeit auf Seiten des Beraters oder der Beraterin. Man muss Halt, Orientierung, Vertrauen anbieten können und sehen, wo sie nötig sind, sonst fehlt der Beratung die Basis für die notwendige Labilisierung als Übergang in eine neue Ordnung.

Das Thema: Interne Beratung – geht das?

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 8/10

Wenn man darüber nachdenkt, wie Beratung funktioniert, kommt man unweigerlich an der Frage vorbei, wie interne Beratung gestaltet werden kann oder muss. Mit interner Beratung sind hier gemeint, die Consulting- oder HR-Abteilungen großer Konzerne, einzelne HR-Mitarbeiter mit Beratungs- und Coachingkompetenz (und -aufgaben), Supervisoren der gleichen sozialen oder pädagogischen Institution etc. Es geht also um die Situation, dass Berater und zu Beratende Sub-Systeme eines gemeinsamen Systems sind. Das schafft mehrere Besonderheiten, von denen in dieser Episode die Rede ist.

Das Thema: Ohne Gefühle läuft nichts!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 7/10

Einer der wirkmächtigsten Mythen unserer Kultur ist, dass Verhalten und Entscheidungen durch Rationalität und Denken kalkuliert und gesteuert werden. Dabei kann jeder schon am eigenen Leib spüren, dass das Unsinn ist. Weil das so einfach zu wissen ist, kommt keine Beratung, die etwas auf sich hält, – egal ob Coaching, Team- oder Organisationsberatung – ohne Kompetenz im Umgang mit Gefühlen aus.

Das Thema: Paradox der zwei Auftraggeber

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 6/10

Wer als Coach, Teamentwickler oder Organisationsberater beauftragt wird, hat grundsätzlich zwei Auftraggeber bei einem Kunden. Was ist mit dieser zunächst merkwürdigen Aussage gemeint? Es gibt immer das Teil-System beim/im Kunden, das den Status quo als Problem erlebt und ihn deshalb verändern möchte. Dieser (unzufriedene) Teil sucht Beratung. Dann gibt es immer auch das Teil-System, das den vorhandenen Zustand herstellt und aufrechterhält. Dieser Teil wird "zwangsberaten", da er selbst kein Interesse an Veränderung hat. Wie geht man damit um?

Das Thema: Wenn Veränderung nicht attraktiv ist…

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 5/10

Damit Menschen, Teams und Organisationen sich ändern, müssen sie lernen. Es ist gängige Meinung, dass Lernen etwas Gutes, Wichtiges oder Notwendiges ist. Und wenn das mal nicht so klappt, kann man Beratung und Coaching zu Hilfe nehmen. Da man nun feststellen kann, dass Veränderung der Öfteren nicht attraktiv ist, braucht Beratungstheorie eine Erklärung, wie es dazu kommt. Die gängigen und wenig hilfreichen Buzzwords dazu sind Widerstand, Uneinsichtigkeit, Borniertheit etc. Alles Konzepte, die eine negative Motivation voraussetzen. Das aber ist unwahrscheinlich, da die meisten Menschen, Teams und Organisationen am (Über-)Leben interessiert sind und daher zuallermeist das tun, was sie für gut für sich halten.

Das Thema: Was Du mir tust, nutze ich für Dich!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 4/10

Wie kommt der Berater zu den wesentlichen Informationen, die er braucht, um den Kunden gekonnt zu beraten? Dies läuft ganz wesentlich über seine Resonanz auf das, was der Kunde tut und wie er etwas sagt, welche Atmosphäre er erzeugt, wie der das Kennenlernen und die Auftragsgestaltung gestaltet u.ä. Das "Wie", nicht das "Was" ist entscheidend, um wirklich zu verstehen, wie der Kunde die unerwünschten Verhältnisse erzeugt, unter denen er (auch) leidet.

Das Thema: Seh ich was, was Du nicht siehst?

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 3/10

Menschen wie Teams wie Organisationen verändern sich – unter anderem – durch ein andere Aufmerksamkeitsfokussierung. Entscheidend ist, worüber wer wann wo mit wem spricht. Worüber gesprochen werden kann, hängt davon ab, welche Wahrnehmungen in die Organisation eingespeist werden. Daraus folgt: Nur wer sieht, dass er nicht sieht, was er (bislang) nicht sieht, fängt an sich zu verändern. Und zwar deshalb, weil Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich wird. Das gilt für Organisationen wie für Teams wie für Personen. Berater brauchen dazu die Fähigkeit, Kunden in ihren Wahrnehmungen zu verunsichern und die Unsicherheiten, die dadurch entstehen, kontaktvoll zu gestalten. Oft wird eher versucht die Selbstverständlichkeiten des Kunden durch eigene, vermeintlich bessere expertengebundene Selbstverständlichkeiten austauschen zu wollen. Wer als Berater weiß, wie es richtig sein muss, der ersetzt (schlechtestenfalls) die blinden Flecken der Kunden durch die eigene Blindheit. Das geht auch anders.

Das Thema: Eins, zwei oder drei? Relevante Unterschiede im Verständnis von Beratung!

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie funktioniert Beratung Teil 2/10

Diesmal geht es um unterschiedliches Verständnis von Beratung. Sieht der Berater ausschließlich den Kunden, dem er mit seiner Expertise helfen kann? Dann optiert er für die „Eins". Beobachtet der Berater den Kunden und sich selbst, dann reflektiert er wie der Kunde auf das beraterische Wirken reagiert und wie er selbst auf den Kunden in Resonanz geht. Damit wählt der die "Zwei“. Versteht er Beratung als ein Beratungssystem, das vom Kunden wie von ihm selbst getragen wird, dann wird Beratung zu einem gemeinsamen Tanz, der eine eigenständige Logik und eigene Muster ausbildet. In dem Fall landet man bei der „Drei“. Welche Folgen diese Wahl jeweils für Chancen und Gefahren von Beratung birgt, davon handelt diese 2. Folge unserer Reihe.