Show: Metatheorie Das Thema

Denkimpulse für Berater und Führungskräfte

Das Thema: Psycho-Logik der Verschwörungstheorie

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Wie der Glaube an böse Mächte entsteht

Fast täglich erzählen mir derzeit Menschen, was die eigentlichen Gründe für die Coronamaßnahmen sind. China, Bill Gates, ein „Merkelsystem“, Virologen, Weltübernahmepläne geheimer Mächte, Pharmakonzerne – allesamt sind sie Kandidaten für massive Unterstellungen an Bösem, Verlogenem oder Ausbeuterischem. Menschen, von denen man es nicht so leicht für möglich gehalten hat, sind der festen Überzeugung die Wahrheit hinter der veröffentlichten Meinung, hinter den „Staatsmedien“, hinter der „bezahlten Wissenschaft“ etc. zu kennen. Sie entwickeln oft eine nicht unerhebliche Energie andere, die aus ihrer Sicht „naiv“ sind, aufzuklären. Die empfundene Empörung rechtfertigt für sie kommunikative Schlammschlachten und Hetztiraden. Ihre Selbstgewissheit wirkt unerschütterlich.

Das Thema: From Zero to Hero

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Reflexionsangebote für Erfolgsorientierte

Manche Not kommt unverdächtig daher. Denn sie äußert sich schick und ist gesellschaftlich erwünscht. Die Regeln, die unsere Kultur stark prägen, sind schnell benannt: 1. Wer Erfolg hat, hat etwas richtig gemacht. 2. Deshalb gilt Erfolg als erstrebenswert und bürgt für sich selbst. 3. Erfolg ist kausal einem Urheber zuordenbar. 4. Erfolg macht glücklich. Ist das so? Wenn da Zweifel angebracht sein sollten, wo liegen die Fehler?

Das Thema: Vertrauen oder Hoffnung

 
Gedanken zu einem bedeutsamen Unterschied!

Viele hoffen auf bessere Zeiten, wenn die Krise denn vorbei ist oder auf eine grundlegende Änderung des „Systems“. Ein Text von Matthias Horx, dem Zukunftsforscher, macht gerade die Runde und wird vielfach geteilt. Man macht sich wechselseitig Mut, in dem man hofft, dass es gut ausgeht. Ist das gut? Vielleicht! Ist das nur gut? Eher nicht! Zeit für eine Klärung.

Das Thema: Managementmoden

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Zum Sinn und Unsinn von Managementmoden

Moden sind die Verbindlichkeit des Vorübergehenden. Dies ist die Definition der Soziologin Elena Esposito, die ich hier zum Ausgangspunkt meiner knappen Überlegungen zum Phänomen Managementmoden nehme. Das Verblüffende an Moden ist ja, dass viele sich an deren Vorgaben halten, wissend (!) dass verlässlich in Bälde eine andere Vorgabe kommt. Über Kleidungs- oder Einrichtungsmoden verabschiedet sich die Gesellschaft auf diese Weise von einer allgemeinen, zeitüberdauernden Festlegung auf Schönheit. Schön ist immer die aktuelle Mode und jeder interpretiert sie gleich individuell auf seine Weise.

Das Thema: Virtuelle Begegnungen

Text: Klaus Eidenschink / Sprecher: Friedrich Schloffer
Hinweise zur Psychologie des Kontakts via Bildschirm

Nun also der Hype des Hypes: Corona boostet das virtuelle Arbeiten. Man wird erschlagen von euphorischen Berichten, von verlockenden Angeboten, von Dumpingpreisen für Online-Beratungen jedweden Zuschnitts, erste Controller errechnen die Ersparnis für Mietkosten beim Entfall von Meetingräumen. Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Menschheit die Erkenntnis gewonnen hat, dass es – im Vergleich gesprochen – der Videosex und nicht das körperliche Zusammensein ist, welcher das höchste der Gefühle verspricht. Natürlich stehen im Hintergrund neue Geschäftsmöglichkeiten in schwierigen Zeiten. Da geht schon mal der Überblick verloren. Zeit für eine erste, vorsichtige, kleine Sichtung der Verhältnisse.